Ubuntu hat ein ipv6 fähiges „inetutils-inetd“ Paket. Und dieser verflucht ausgefuchste inetd Server hat eine starke Präferenz für das ipv6 Protokoll. Sogar so sehr, dass ipv6 selbst dann bevorzugt wird, wenn auf dem Interface gar kein ipv6 konfiguriert ist.

Das führt dann unter Umständen zu allerlei Ärger, wie z.B. nicht funktionierendem TFTP mit atftpd – der Dienst kann nämlich nur ipv4.

Die Logdatei sollte einen auch aufmerksam machen:

in.tftpd[19786]: connect from ::ffff:10.15.0.248 (::ffff:10.15.0.248)
atftpd[19786]: connect: Address family not supported by protocol

Abhilfe schafft hier, dies explizit für ipv4 zu konfigurieren. Der Typ ist dann statt „udp“ ganz einfach „udp4“. Ganz einfach – wenn man es weiß.

tftp dgram udp4 wait nobody /usr/sbin/tcpd /usr/sbin/in.tftp –tftpd-timeout 300 –retry-timeout 5 –mcast-port 1758 –mcast-addr 239.239.239.0-255 –mcast-ttl 1 –maxthread 100 –verbose=5  /srv/tftp