Der erste Tag der JavaOne ist rum. Stimmt zwar nicht ganz, denn die JavaOne hat noch garnicht angefangen, aber das StartUp Camp hat bereits stattgefunden.

Die Unkonferenzen auf dem StartUp Camp wurden extra als „don’t spam“ angekündigt – aber zumindest in den Sessions, in denen ich war, wollte jeder nur seine Firma und Produkte vorstellen. Besonders unangenehm ist mir dabei Johannes Bhakdi von Sophotec VC aufgefallen, der zum Thema „How to make web 2.0 profitable“ ein kick-back Verfahren vorgestellt hat.

Daraus kann man in meinen Augen nur lernen, einen solchen Event – wie auch Blogs und andere Informationsangebote – niemals zum spammen zu mißbrauchen. Im Endeffekt bleibt nur ein Imageschaden, und ich glaube kaum, dass dadurch Leads generiert werden.

Beim Futtern habe ich dann die Chance gehabt William Rowe von Covalent (jetzt SpringSource) kennenzulernen. Es gab eine sehr interessante Diskussion über OpenSource Lizenzmodelle, und die neue GPL Klauseln. Mit dabei war noch ein Cisco Mitarbeiter und Daniel John Holland, der sich von Microsoft ein Jahr beurlauben läßt um ein eigenes Startup anzuschieben.

Nachdem Visitenkarten-Tausch-Spielen mit Jan Beckers von absolventa.de war dann der von Sun gesponserte Teil des Abends auch schnell rum.

Also gings raus – nachdem wir die Taschen in die Hotels gebracht haben, James Gosling kurz in der Lobby erblinzelten und einem verdammt gutem Obdachlosen auf den Leim gegangen waren, konnte der Abend ja noch heiter werden. Es ging in ein sehr nettes Restaurant mit Kaminfeuer und „rauchiger“ Atmosphähre.

Leider hatte ich etwas schwummerige Gefühle im Bauch – vermutlich der Jetlag – aber zu einem sehr leckeren Californischen Rotwein konnte ich mich problemlos entscheiden. Der Abend war dann gefüllt mit Fettnäpfchen (Diskussionen über Politik, Gesundheitssysteme und Steuern), die wir aber mir Bravour gemeistert haben.

Ich habe erst im Verlaufe des Gesprächs erfahren, dass William Rowe auf der ApacheCon und auch heute auf der CommunityOne ein Speaker ist. Es macht wirklich Spaß zu sehen, wie offen, freundlich und normal hier miteinander umgegangen wird. Da kommt Community Feeling auf.