Manchmal, besonders dann, wenn man keinen physischen Zugriff auf den betreffenden Rechner hat, möchte man gerne einen neuen Linux-Kernel ausprobieren und jederzeit zurück können.
Mit LILO habe ich das immer so gemacht, dass ich den neuen zu testenden Kernel als „einmal-boot“ Option ausgewählt habe.
Geht dann etwas beim Booten des Linux Kernel schief, starte ich den Rechner einfach neu (im Notfall per remote-reset) und schwupps ist der alte, sichere Kernel wieder da.
Mit GRUB geht das auch, und zwar so:
Man installiere den Kernel und (bei Ubuntu) führe ein update-grub durch. Anschließend schaut man sich an, der wievielte Kernel der zu testende ist, startet grub und gibt ein

grub> savedefault –default=3 –once

Beim nächsten Start wird dann der Kernel mit der Nummer „3“ einmalig als default genommen, anschließend wieder der sonst eingestellt. (Ggf. im Grub die Nummer des zu bootenden Linux Kernel anpassen)
oebrigens kann man so natürlich auch andere Betriebssysteme und Bootkonfigurationen testen.
Noch ein Tipp: Damit man um einen Reset herum kommt, kann man noch die Linux Kernel Option „panic“ verwenden, damit der Rechner im Falle von Startproblemen selbstständig neu bootet – und dann die default GRUB Bootkonfiguration wieder verwendet.
Dazu einfach zu den Bootparametern ergänzen:

panic=5

Fertig.