Wie, Deine Mutter bloggt???

Geschrieben von everflux am April 12th, 2007

„Deine Mutter bloggt?“ – ich habe es lange nicht geschafft, Menschen so überrascht zu sehen. Und es waren ehrliche, teilweise schockierte Gesichter, in die ich blickte.
Was hatte ich da nur angerichtet – der SEO Stammtisch in Münster (veranstaltet von seo-factory) war bis dahin ein gemütliches und nettes Grillen gewesen, mir nicht klar in welche Situation ich mich hineinmanövrierte, als das Thema Sudoku angeschnitten wurde und ich sagte „Wow, das wäre ja was für meine Mutter. Muß ich ihr gleich mal erzählen – vielleicht bloggt sie ja darüber“.
Offenbar liegt nicht allen Webmastern oder SEOlern die Internet-Affinität in den Genen 😉
Auch sonst kann ich nur sagen, daß der Abend sehr nett, informativ und amüsant war. Vielleicht nicht zuletzt wegen spontanen Aussagen meinerseits zu Themen wie Singlebörse, „Zeitschriften in neutralen Umschlägen“ und anderen Fettnäpfchen.
Natürlich durfte auch die Werbung für die von mir innig geliebten „Webmasters on the roof“ nicht fehlen – es gibt echt noch Leute, die den Podcast nicht kennen…

SEO Stammtisch Münster

Geschrieben von everflux am Januar 27th, 2007

Diese Woche war ich zum ersten Mal überhaupt auf einem SEO Treffen – es war der SEO Stammtisch in Münster, der von seofactory.de veranstaltet wurde.

Ich bin durch und durch begeistert, mit Gleichgesinnten Erfahrungen auszutauschen, über Projekte reden zu können und auch den einen oder anderen nötigen Kick in die richtige Richtung zu bekommen ist unbezahlbar.

(Klar, manches kann man sich eigentlich selber denken, aber dann stellt man doch mal eine Frage wie „Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Sperre per robots.txt und per noindex“ – ganz klar, eine per robots.txt gesperrte URL wird nicht gecrawlt, aber kann dennoch in SERPs auftauchen, wenn sie entsprechend angelinkt wird.)

Auch war es sehr spannend mal die Gesichert hinter all den freundlichen Schreibern aus den verschiedenen Foren kennenzulernen, und vielleicht ergibt sich ja für den einen oder anderen auch geschäftlich die Chance einer Zusammenarbeit. So waren Themen wie „wer kennt einen guten Grafiker“ und Erfahrungen mit Texterstellungs-Auftragnehmern ebenso vertreten, wie Optimierungstipps für das oft eingesetzte phpBB2.

Ich freue mich schon auf den nächsten Stammtisch der in ungefähr 2 Monaten stattfinden wird – hoffentlich habe ich bis dahin auch einige der guten Tipps in die Tat umgesetzt.

Google Deutschland entführt

Geschrieben von everflux am Januar 23rd, 2007

Relativ spät am Abend fragt mich ein Freund, ob ich Google aufrufen könnte.

Natürlich kann ich.

Er aber nicht. Er schickt mir einen Screenshot. Ich tippe auf DNS, dann auf Routerprobleme. Warum auch immer, www.google.de löst bei ihm zu 82.100.220.170 auf, die Vertipper-Addresse ww.google.de löst garnicht auf, während ich da brav eins der Google-Datacenter bekomme.

Google-Kidnapping

Inzwischen wurde auch woanders darüber gebloggt, und (ich hätte eher drauf kommen sollen) die Erklärung ist wohl ein Domain-Transfer bei der Denic, Mario Micklisch mit der Firma „favo“ aus Wiesbaden ist neuer Inhaber.

Das gibt „rger.

Update: 3:28 Uhr. Irgendwer ist bei der Denic aufgestanden, und hat Knöpfchen gedrückt.

Google ist wohl doch wichtig. (Changed:     2007-01-23T02:28:16+01:00), zwar ist der Inhaber gleich geblieben, aber es sind wieder die korrekten Google-Nameserver eingetragen. So einen Support möchte ich auch mal haben. Wundert man sich nur, wie es überhaupt soweit kommen konnte, und was passieren würde, wenn das einer nicht ganz so bedeutenden Firma passieren würde.

Google Adsense: Neue Richtlinien verbieten bestimmtes Layout und Farben

Geschrieben von everflux am Januar 18th, 2007

Google hat im Januar neue Richtlinien für das Adsense Programm bekannt gegeben. Diese beinhalten dabei die Vorgabe, daß Publisher, als die Adsense einbindenden Webseiten, keine anderen Anzeigen oder Services (also Inhalte) anbieten, die die Farben oder das Layout von Google Anzeigen imitieren, ich zitiere:

Um Verwirrung bei den Nutzern zu vermeiden, dürfen Google-Anzeigen oder -Suchfelder nicht auf Websites mit anderen Anzeigen oder Services veröffentlicht werden, die dasselbe Layout und dieselben Farben wie Google-Anzeigen oder -Suchfelder verwenden. Auf Ihrer Website dürfen Sie zwar eigene Anzeigen verkaufen, müssen jedoch dabei sicherstellen, dass diese Anzeigen keinesfalls wie Imitationen von Google-Anzeigen aussehen.

Was bedeutet das nun für einen Adsense Publisher? Was damit „gemeint“ ist, ist eigentlich klar: User sollen nicht darauf trainiert werden, auf Anzeigen oder Suchfelder zu klicken, die später durch Adsense ersetzt werden. Auch möchte Google sicherlich seine „Marke“ in Form eines möglichen Geschmacksmusters der Adsense/Adwords Layouts und Farben schützen.

Doch wörtlich ausgelegt bedeutet das, daß man keine eigene Suchfunktionalität anbieten darf, keine Inhalte auf der Seite anbieten darf, die ähnlich den Google Anzeigen aussehen. Das ist schon eine ziemlich harte Vorgabe. (Ich habe z.B. auf einer Webseite eine Funktion eingebaut, die die neuesten Beiträge aus unterschiedlichen Bereichen auf allen Seiten in Form von Snippets einblendet, die, je nach Auslegung, dem Layout von Google Anzeigen ähneln.

Damit wäre diese Seite schonmal nicht ohne massive Umbauarbeiten oder das Risiko, von Google aus dem Adsense Programm gekündigt zu werden mit Adsenes kombinierbar. Es bleibt abzuwarten, ob es da noch weitere Klarstellungen geben wird.

Link zu den Programmrichtlinien.

WordPress Title: "»" verhindern

Geschrieben von everflux am Januar 9th, 2007

Wer sein WordPress mit einem eigenen Theme/Template versehen möchte, wird sich gefragt haben, wie man es hinbekommt, daß im Title nicht mehr dies » Zeichen auftaucht. Die Ursache ist schnell identifiziert: WordPress schreibt in den Title » wenn wp_title() aufgerufen wird.

Das ist vor allem für Bookmarks störend, aber auch für die Ergebnislisten von Suchmaschinen (SERP Snippet), da es unattraktiv aussieht.

Die Lösung ist sehr einfach, beim Aufruf von wp_title() kann ein Parameter mitgegeben werden, der den Trenner setzt – gibt man den leeren String als Trenner an, so wird auch keiner ausgeben. Also wp_title(„) statt wp_title() aufrufen und schon sind die WordPress Title wieder schöner.

Update: WordPress ersetzt auch gerne mal Anführungsstriche oder die einfachen Hochkommata. Und ich habe auf die schnelle nicht herausgefunden, wie ich diese „Intelligenz“ abgedreht bekomme. Also es muß natürlich wp_title( ) heißen, und in der Klammer einfach direkt hintereinander zweimal Anführungsstriche.

Google Adsense: Google-Adsense-Blog Spam

Geschrieben von everflux am Dezember 25th, 2006

Inside Adsense ist das englische, von Google betriebene, Blog zum Thema Google Adsense. Die Idee dabei ist, Neuigkeiten den Publishern (denjenigen, die Adsense auf ihren Webseiten einsetzen) zu kommunizieren, aber auch Tipps und Hilfestellungen zu geben.

Dabei wird die Google gehörende Blogspot Plattform genutzt, die in der Vergangenheit bereits im Zusammenhang mit Sicherheitsproblemen, insbesondere bei den Google-Blogs aufgefallen ist.

Eben ist mir dann bei diesem Artikel etwas interessantes aufgefallen: Google linkt auf Spam-Seiten, und dabei ohne das von Google selbst eingeführte rel=“nofollow“ bzw. rel=“external“ Attribut im Anchor-Tag zu verwenden. Na da wird sich mindestens ein Spammer richtig freuen.

Google linkt auf spammer

Wer nicht glaubt, daß es sich um einen Spammer handelt, hier noch der Quelltextausschnitt:

<dt> span style="background-image:
url(http://www.blogger.com/img/triangle_open.gif);"
class="comment-toggler"> &nbsp;</span> <a 
href="http://adsensewebpages.com/archive/Colors-Adsense/2862/">
Recipes for Google Adsense Ads !</a>

Ich denke, Google sollte sich kräftig beeilen, der Webspam-Geschichten Herr zu werden, statt selber noch soetwas zu unterstützen.

UPDATE: Wie ich von Fridaynite erfahren habe, war ich nachlässig bei der Kontrolle der Angelegenheit, denn tatsächlich „gibt“ es den angeprangerten Link garnicht. Den gibt es erst, nachdem Blogger per JavaScript an der HTML Seite quasi nachträglich rumgefummelt und den Link dort eingebunden hat. Für Suchmaschinen unsichtbar. (Also ist es quasi „nur“ Spam der höchstens Benutzer stört, die, wie ich, auf den Link klicken)

Dabei hat mir Firefox einen Streich gespielt: Ich habe das Webdeveloper-Plugin installiert, und dort gibts dann die praktische Funktion einen Teil der Seite zu markieren und sich den Quelltext („View selection source“) anzusehen – was angezeigt wird, ist dabei der Quelltext „zur Laufzeit“, also nicht wie er vom Webserver ausgeliefert wird, sondern was nach allen JavaScript und Ajax Hexereien daraus geworden ist.

Man lernt nie aus.

Google: Spam und Gegenspam

Geschrieben von everflux am Dezember 4th, 2006

Nachdem es einigen Wirbel um das De-Listing einer Webseite gab (Slashdot, Digg, …) hat sich Google in Form von Matt Cutts dazu geäußert, wie Google mit spammigen und gehackten Webseiten umgeht:

Dabei kam heraus, daß Google automatisch E-Mail versendet, wenn die Maschine der Ansicht ist, daß der Spam auf den Webseiten „versehentlich“ oder durch einen Einbruch verursacht wurde, nicht jedoch, wenn davon ausgegangen werden muß, daß ein black-hat SEO am werkeln ist.

Der Webmaster der betroffenen Webseite hat sich dann auch per Kommentar zu Wort gemeldet, und beklagt, daß keine der von Matt Cutts so löblich hervorgehobenen E-Mails (keine andere Suchmaschine ist so „nett/zuvorkommend/kommunikativ“) angekommen ist.

Der Grund: Spamcop hat einige der Google-Mailserver als Spam-Quelle gelistet. Damit wurden diese E-Mails abgewiesen, da sie ja von einer mutmaßlichen Spam-Quelle stammten.
Google sollte stärker darum bemüht sein, nicht in Blacklisten zu landen, als Mail Empfänger hat man ganz schön ins Klo gegriffen, wenn eine so wichtige E-Mail nicht ankommt. (Immerhin kann dies ein Hinweis auf einen möglichen Hack sein, einige verdienen mit Webseiten ihr gesamtes Einkommen)

Als Fazi kann man festhalten, daß man sich bei der Google Webmaster Console anmelden sollte, und regelmäßig den Status der eigenen Seite übrprüfen sollte. Neben „Bestrafungen“ kann man dort auch andere wichtige Dinge sehen: Wie gut kann Google die Seite crawlen, kommt es zu Netzwerkproblemen oder vielen 404 Seiten, etc.

Erkenntnisse

Geschrieben von everflux am Dezember 25th, 2005

Unglaublich! Ich würde mal sagen der Tag der Erkenntnisse!
Das spannendste vorweg: Ich habe die ganze Zeit ein Phantom gejagt. Meine Java Swing Applikation war zeitweise extrem langsam, ein Bildschirm-Draw dauerte locker 2 Sekunden, und ich konnte die Ursache nicht finden. „nderte ich etwas an Stellen die scheinbar nichts mit dem Swing zu tun hatten, ging es mal flott, dann wieder langsam.
Ich vermutete, daß es an der Art der Hintergrundauslastung des Systems läge – MP3-Player ausgemacht. Langsam.
Webbrowser ausgemacht. Schnell.
Nach dem Telefonieren war es wieder langsam.
Durch Zufall stieß ich dann darauf: Wenn ich in der Eclipse IDE den Quelltext meiner Gui als vorderstes Fenster hatte, so wird alles langsam. Ist die Datei geschlossen oder im Hintergrund, ist alles ok. Aua aua aua.

Hm. Nach einem Neustart von Eclipse ist wieder alles lahm. Auch wenn alle Dateien geschlossen sind. Mist !!!

Dann habe ich noch diese tolle Webseite gefunden: domain-engel.de. Was auch immer die da treiben, offenbar haben die sich Domains „geholt“, als deren Registrierung abgelaufen ist. Der dadurch entstandene Effekt: Hatten die Seiten einen guten PageRank (Google Maßeinheit für die Stärke der Verlinkung der Seite, Qualitätsmerkmal), so kann dieser nun verwendet werden, um eigene Inhalte als „wichtig“ und „gut;“ den Suchmaschinen, insbesondere Google, verkaufen. Praktisch, wenn man bedenkt was es kostet, statt dessen Werbung zu buchen.
Und dann wird man dort noch aufgefordert, eine k.exe herunterzuladen – was auch immer dieses Programm tut. Ich rate jedem dringend davon ab, irgendwelche Software von irgendeiner Webseite herunterzuladen und zu installieren, wenn der Zweck nicht ganz klar dargelegt wird.
Eine kurze Google Suche brachte zu tage, daß der Inhaber der Webseite mit für meine Begriffe sehr dubiosen Machenschaften in Erscheinung getreten ist, so hat seine eigene Homepage zum aktuellen Tag z.B. kein gütiges Impressum (mariodolzer.de) – aber ansonsten tut der gute Mensch sich nicht klein damit selbst mit dem Heise Verlag Streit anzufangen.
Insbesondere die „k.exe“ wird in mehreren Foren als Trojaner, Spyware, Adware oder gar Virus gehandelt. Bleibt nur zu hoffen, daß Google bald etwas gegen soetwas unternimmt – ganz einfach z.B. indem der Admin-C der der Domain geprüft wird – ändert er sich und die Inhalte ändern sich ebenfalls in einem zeitlichen Bezug, so sollte Google die Seite neu bewerten.


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